Was ist Tap-to-Pay (SoftPOS)?

Tap-to-Pay – oft auch SoftPOS genannt – ist eine Zahlungslösung, bei der dein Smartphone selbst zum Bezahlterminal wird.

Du benötigst kein separates Kartenlesegerät mehr. Ein NFC-fähiges Android-Smartphone oder iPhone reicht in Kombination mit einer App eines Zahlungsanbieters aus.

Kunden bezahlen ganz einfach, indem sie ihre kontaktlose Bankkarte, Kreditkarte oder mobile Wallet (z. B. Apple Pay oder Google Pay) an dein Smartphone halten.

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Wie funktioniert Tap-to-Pay?

Die Funktionsweise ist einfach und schnell:

  • Du öffnest die Tap-to-Pay-App deines Zahlungsanbieters auf deinem Smartphone.

  • Der Zahlungsbetrag wird eingegeben oder automatisch aus deinem Kassensystem übernommen.

  • Der Kunde hält sein Smartphone oder seine Karte an dein Smartphone.

  • Die Zahlung wird sofort verarbeitet und bestätigt.

Für Unternehmer und Kunden fühlt sich der Vorgang genauso an wie eine normale Zahlung mit EC- oder Kreditkarte – nur ohne ein „klassisches“ Bezahlterminal.

Welche Kosten entstehen bei Tap-to-Pay?

Die Kosten für Tap-to-Pay setzen sich in der Regel aus zwei festen Bestandteilen zusammen:

1. Fixkosten (monatlich oder jährlich)

Viele Anbieter berechnen eine kleine feste Gebühr pro Monat oder Jahr für die Nutzung der Software (App).

2. Transaktionsgebühren

In der Praxis zahlst du pro Zahlung einen prozentualen Betrag – häufig zwischen 0,9 % und 2,5 %, je nach Kartenart und Zahlungsanbieter.

Hinweis: Vergleichen lohnt sich - ein Rechenbeispiel:
Gerade bei Tap-to-Pay, wo die Transaktionskosten eine zentrale Rolle spielen, lohnt sich ein genauerer Vergleich besonders. Bei einem monatlichen Umsatz von 40.000 € macht ein Unterschied von nur 0,2 % bei den Transaktionsgebühren bereits 80 € pro Monat aus. Das sind 960 € pro Jahr.

Mit unserer kostenlosen Auswahlhilfe findest du passende Tap-to-Pay-Anbieter und kannst deren Kosten einfach miteinander vergleichen.

Für welche Unternehmer ist Tap-to-Pay geeignet?

Tap-to-Pay eignet sich besonders für Unternehmer, die flexibel kassieren möchten. Typische Einsatzbereiche sind unter anderem:

  • Start-ups, Selbstständige und Freiberufler, die schnell und ohne große Investition starten wollen

  • Markt- und Eventverkäufer, die mobil arbeiten und keine feste Kasse haben

  • Lieferdienste und mobile Dienstleister, die direkt beim Kunden abrechnen

  • Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäften mit Stoßzeiten, die ein zusätzliches Bezahlgerät benötigen

Ein großer Vorteil:
Du musst kein Bezahlterminal kaufen oder mieten. Dein Smartphone übernimmt diese Rolle. Das macht den Einstieg einfach, kostengünstig und besonders flexibel.

Hinweis:
Tap-to-Pay ist ideal als Backup-Lösung, damit Unternehmer auch bei Ausfällen oder Störungen mobiler oder stationärer Bezahlterminals weiterhin Zahlungen akzeptieren können.

Vorteile von Tap-to-Pay für Unternehmer

Tap-to-Pay bietet klare Vorteile für Unternehmer, die flexibel bleiben wollen:

  • Keine Investition in Hardware: dein Smartphone ersetzt das Bezahlterminal

  • Schneller Start, oft innerhalb eines Tages einsatzbereit

  • Ideal als zusätzliches Bezahlmittel, zum Beispiel bei hohem Andrang

  • Flexibel an mehreren Standorten nutzbar, ohne extra Geräte

  • Perfekt als Backup-Lösung, bei Ausfällen oder Störungen bestehender Terminals

Für viele Unternehmer fühlt sich Tap-to-Pay an wie „immer ein Bezahlterminal in der Tasche“.

Die Nachteile von Tap-to-Pay

Neben den Vorteilen gibt es auch einige Punkte, die Unternehmer beachten sollten:

  • Höhere Transaktionsgebühren
    Die Gebühren können höher ausfallen als bei mobilen oder stationären Bezahlterminals. Das liegt häufig daran, dass das Zahlungsvolumen geringer ist und keine Einnahmen aus den Verkauf von Hardware oder Serviceverträgen erzielt werden.

  • Abhängigkeit vom Smartphone und der Software
    Tap-to-Pay funktioniert nur zuverlässig, wenn das Smartphone und die entsprechende App einwandfrei funktionieren und aktuell sind.

  • Nicht jedes Gerät wird unterstützt
    Nicht alle Smartphones, Betriebssysteme oder Software-Versionen sind für Tap-to-Pay geeignet. Die Unterstützung variiert je nach Anbieter.

  • Weniger geeignet für sehr stark frequentierte Umgebungen
    Bei dauerhaft hohem Zahlungsaufkommen kann Tap-to-Pay langsamer und weniger effizient sein als ein klassisches Bezahlterminal.

Daher sollte Tap-to-Pay als praktische Ergänzung für eine begrenzte Anzahl von Zahlungen pro Tag gesehen werden – und nicht in jedem Fall als vollständiger Ersatz für ein traditionelles Bezahlterminal.

Tap-to-Pay vs. klassisches Bezahlterminal (kaufen oder mieten)

Tap-to-Pay

Bei Tap-to-Pay wird keine zusätzliche Hardware benötigt. Dein Smartphone übernimmt die Funktion des Bezahlterminals. Diese Lösung ist flexibel, schnell einsatzbereit und besonders geeignet für Unternehmer, die mobil arbeiten oder kurzfristig ein zusätzliches Bezahlmittel benötigen. Ideal für temporäre Einsätze, Stoßzeiten oder als Ergänzung zu bestehenden Zahlungslösungen.

Klassisches Bezahlterminal (kaufen oder mieten)

Ein klassisches Bezahlterminal ist für den dauerhaften und intensiven Einsatz ausgelegt. Bei höherem Zahlungsvolumen sind die Transaktionskosten häufig niedriger, und der Zahlungsprozess ist auf schnelle Abläufe in stark frequentierten Umgebungen optimiert. Diese Lösung eignet sich vor allem für feste Standorte wie Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomie oder Service-Theken.

Viele Unternehmer kombinieren beide Lösungen

Ein stationäres oder mobiles Bezahlterminal für den täglichen Betrieb sowie Tap-to-Pay als flexible Ergänzung oder Backup für Spitzenzeiten, temporäre Einsätze oder bei Störungen.

Gut zu wissen (1): Tap-to-Pay als Ergänzung oder Backup

Auch wenn du bereits ein stationäres oder mobiles Bezahlterminal nutzt, ist Tap-to-Pay eine sinnvolle Ergänzung:

  • Zusätzliches Bezahlmittel bei Stoßzeiten, um Warteschlangen zu vermeiden

  • Backup-Lösung bei Störungen oder Ausfällen bestehender Terminals

  • Temporäre Zahlungslösung bei Events, Messen oder saisonalem Geschäft

So bleibst du jederzeit zahlungsfähig, auch dann, wenn das klassische Bezahlterminal einmal nicht verfügbar ist.

Gut zu wissen (2): Unterstützung von Smartphones

Nicht jedes Smartphone unterstützt Tap-to-Pay. Darauf solltest du achten:

  • Nicht jedes iPhone bzw. jede iOS-Version ist geeignet

  • Nicht jede Android-Version wird unterstützt

  • Nicht alle Zahlungsanbieter bieten Tap-to-Pay auf dem iPhone an

  • Android-Geräte werden in der Praxis häufiger unterstützt

Wichtiger Hinweis: Kläre vorab immer mit dem Zahlungsanbieter, ob dein Smartphone und dein Betriebssystem unterstützt werden.

Wie wählst du den richtigen Tap-to-Pay-Anbieter?

Nicht jeder Tap-to-Pay-Anbieter passt zu jedem Unternehmen. Ein Vergleich lohnt sich daher immer. Achte bei deiner Entscheidung besonders auf folgende Punkte:

  • Transaktionsgebühren, abgestimmt auf deinen Umsatz

  • Fixe Kosten, monatlich oder jährlich

  • Unterstützte Karten und Wallets, z. B. EC-Karte, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay

  • Kompatible Smartphones, inklusive Betriebssystem und Version

  • Auszahlungsfristen, also wie schnell dein Geld ausgezahlt wird

  • Kundenservice und Vertragsbedingungen, vor allem bei Fragen oder Störungen

Keine Lust, alles selbst zu vergleichen? Mit unserer kostenlosen Auswahlhilfe erhältst du schnell einen klaren Überblick:

  • Welche Anbieter Tap-to-Pay unterstützen

  • Welche Tarife realistisch zu deinem Zahlungsvolumen passen

  • Welche Lösung wirklich zu deinem Unternehmen passt

Unabhängig. Übersichtlich. Ohne Verpflichtungen.

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Machen Sie es sich leicht: Finden Sie mit unserer kostenlosen Auswahlhilfe den passenden Zahlungsanbieter.